Rezept · Grundrezept

Slime selber machen: das einfache Rezept (ohne Boraxpulver)

Das einfachste Slime-Rezept: weißer Bastelkleber, Natron und Kontaktlinsenlösung. Mit genauen Mengen, Schritt-für-Schritt-Anleitung und Tipps, damit er gelingt.

Ein Mädchen hält eine Kugel aus zartrosa Slime
Foto: Nellie Adamyan auf Unsplash.

Mit diesem Rezept fangen alle an, und es ist die Grundlage für drei Viertel der Slimes auf dieser Website. Du brauchst drei Zutaten, die es in Deutschland, Österreich und der Schweiz leicht zu kaufen gibt: weißen, auswaschbaren Bastelkleber auf PVA-Basis (im Laden auch „Bastelleim“, „Schulkleber“ oder in der Schweiz „Weissleim“, kein Klebestift), Natron und Kontaktlinsenlösung aus Drogerie, Apotheke oder vom Optiker. Kein Boraxpulver, kein Waschmittel.

Rechne mit zehn Minuten plus zwei, drei Minuten Kneten. Das Ergebnis: ein elastischer Slime (viele Eltern sagen „Schleim“), der sich ziehen lässt und Blasen wirft, wenn du ihn drückst.

Zutaten

Material: eine Rührschüssel, ein Löffel, ein Messbecher, eine luftdichte Dose zum Aufbewahren.

Du brauchst mehr oder weniger? Rechne die Mengen dieses Rezepts neu aus, passend zu deiner Schüssel oder zur Zahl der Kinder.

Warum diese Zutaten? Was der Aktivator macht und welcher Kleber der richtige ist.

Schritt für Schritt

  1. Gib den Kleber und das lauwarme Wasser in die Schüssel und rühre, bis eine gleichmäßige Flüssigkeit entsteht.
  2. Gib jetzt die Farbe dazu, wenn du welche möchtest, und rühre noch einmal: In diesem Moment verteilt sie sich am besten.
  3. Streu den halben Teelöffel Natron darüber und rühre gut um. Es hilft dem Slime, fest zu werden und zusammenzuhalten.
  4. Ein Erwachsener gibt die Kontaktlinsenlösung nach und nach unter Rühren dazu. Die Masse wird dicker und löst sich vom Schüsselrand.
  5. Wenn die Masse eine Kugel bildet, die sich von der Schüssel löst, nimm sie heraus und knete sie 2 bis 3 Minuten. Am Anfang klebt sie ein bisschen: Das ist normal, mach einfach weiter.

Woran erkennst du, dass es geklappt hat?

Der Slime ist fertig, wenn er sich von den Fingern löst, sich ziehen lässt, ohne gleich zu reißen, und langsam wieder seine Form annimmt, wenn du ihn hinlegst. Klebt er nach drei Minuten Kneten noch, gibt ein Erwachsener ein paar Tropfen Lösung dazu, mehr nicht: Zu viel macht den Slime gummiartig.

Die häufigsten Pannen

Er klebt noch an den Fingern
Ein Erwachsener gibt tropfenweise Kontaktlinsenlösung dazu (etwa ¼ TL auf einmal); dann knetest du eine gute Minute, bevor du urteilst. Am Anfang klebt Slime fast immer.
Er ist hart und reißt
Zu viel Aktivator. Leg den Slime eine Minute in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und knete ihn dann; ein Klecks Handcreme oder ein Löffel Kleber kann ihn auch wieder weicher machen.
Er bleibt flüssig
Vielleicht wurde das Natron vergessen, oder die Lösung enthält weder Borsäure noch Natriumborat. Prüf das Etikett: Eine reine Kochsalzlösung ohne diese beiden Stoffe bringt den Kleber nie zum Abbinden.

Ein anderes Problem? Der Slime-Retter geht alle Anzeichen durch.

Warum funktioniert das?

Weißer Kleber enthält lange Molekülketten (ein Polymer). Das Borat aus der Kontaktlinsenlösung verbindet diese Ketten miteinander wie kleine Brücken: Aus der Flüssigkeit wird eine Masse, die sich ziehen lässt. Natron macht die Mischung etwas weniger sauer, und so bilden sich diese Brücken leichter. Die französische Stiftung La main à la pâte bietet zu dieser Reaktion ein Unterrichtsblatt an (auf Französisch), praktisch für ein kleines naturwissenschaftliches Experiment.

Varianten und Ideen

Aufbewahrung

In einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur hält er sich meist ein bis zwei Wochen. Wirf ihn weg, wenn er anders riecht, Pünktchen bekommt oder staubig wird. Alle Tipps dazu: Slime richtig aufbewahren.

✅ Geschafft! Ab damit in mein Slime-Tagebuch